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Plenarvortrag

Möglichkeiten und Grenzen der Farbätzung an Nichtrostenden Stählen

Freitag (18.09.2020)
12:40 - 13:10 Uhr

Bei der Untersuchung von nichtrostenden, austenitischen CrNi-Stählen haben sich die Farbätzungen nach Beraha II und nach Lichtenegger und Blöch gut bewährt um z.B. Mo-haltige von nicht Mo-haltigen Stählen zu unterscheiden oder δ-Ferrit und σ-Phase sicher auseinanderzuhalten.

Bei austenitischen Gusswerkstoffen oder Schweißnahtgefügen hängt die Anfälligkeit für Heissrissbildung davon ab, ob die Primärerstarrung im Austenit oder im δ-Ferrit stattgefunden hat. Auch das lässt sich eindeutig über eine Farbätzung nach Lichtenegger und Blöch zuordnen. Darüber hinaus können feine Ausscheidungen von Cr-Karbiden auf den Korngrenzen, die Voraussetzung für interkristalline Korrosion sind, nur durch eine Farbätzung nach Lichtenegger und Blöch sicher nachgewiesen werden.

Die Möglichkeiten, auch noch weitere Gefügebesonderheiten bei dieser Werkstoffgruppe sicher zu kontrastieren, sind vielfältig. In diesem Beitrag sollen Beispiele zu den verschiedenen Variationen gezeigt werden.

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