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Vortrag

Hartmetalle – Alternativbinder und Qualitätskontrolle

Donnerstag (17.09.2020)
10:40 - 11:00 Uhr Metallographie

Hartmetalle werden vielfältig als Schneidstoff in Werkzeugen oder in verschleißfesten Matrizen eingesetzt. Die Hauptkomponenten in Hartmetall sind WC und Co sowie diverse Zusätze zur Optimierung des Gefüges und damit der Eigenschaften.

Bei der Produktion von Hartmetall ist eine exakte Einstellung des Kohlenstoffgehalts wichtig, da sonst im Gefüge Graphit oder eta-Karbide entstehen. Diese lassen sich in metallographischen Schliffen leicht nachweisen, ebenso wie lokales Kornwachstum des WC.

Für die genaue Messung von Härte und Risszähigkeit ist auf eine exakte metallographische Präparation zu achten, da Spannungen, die während der Präparation eingebracht werden, die Messungen verfälschen.

Da Co als krebserregend eingestuft wird besteht die Befürchtung, dass es nicht mehr verarbeitet werden darf. Dadurch ist es notwendig alternative, komplexe Bindersysteme zu finden. Dazu wird in thermodynamischen Simulationen nach günstigen Zusammensetzungen gesucht, welche nach ihrer Herstellung metallographische untersucht werden. Daraus entwickelt sich ein Optimierungskreislauf, der in neuen, hochwertigen Hartmetallqualitäten enden soll.

 

Sprecher/Referent:
Prof. Dr. Roland Haubner
Technische Universität Wien
Weitere Autoren/Referenten:
  • Dr. Raquel De Oro-Calderon
    Technische Universität Wien
  • Dr. Susanne Strobl
    Technische Universität Wien