Zur Übersicht

Vortrag

Untersuchung von Fehlererscheinungen auf anodisierten Aluminium-Kettenrädern

Freitag (18.09.2020)
11:40 - 12:00 Uhr Metallographie

Der Werkstoff Aluminium zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit hinsichtlich Materialeigenschaften sowie seine Einsetzbarkeit für unterschiedliche Produktgruppen aus. Die Voraussetzung für letzteren Punkt liegt unter anderem in der Tatsache begründet, dass sämtliche Bearbeitungsprozesse wie klassische Umformverfahren aber auch Schweißprozesse, Oberflächenbehandlungen und -veredelungen auf den Werkstoff Aluminium angewendet werden können. Dennoch bleibt zu berücksichtigen, dass jeder zusätzliche Schritt in der Prozesskette zur Fehlerhäufigkeit am finalen Endprodukt beitragen kann. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass eine Fehlerinitiierung auch die Summe mehrerer Faktoren als Ursache haben kann und mitunter nicht auf ein singuläres Ereignis zurückzuführen ist und auch die Möglichkeit eines fahrlässig herbeigeführten Schadens in Betracht zu ziehen ist. Das Schadensausmaß potentieller Fehlerquellen muss damit im Vorfeld abgeschätzt werden und ggf. für eine Schadensbewertung zu einem späteren Zeitpunkt als Referenz hilfreich sein.

Die klassische Metallographie ist nach wie vor als Basismethode in der Schadensfallbewertung anzusehen und wird ggf. durch weitere Ergebnisse aus der Rasterelektronenmikroskopie und durch energiedispersive Röntgenanalysen, sowie je nach Schadensfall weiterführenden Analysemethoden komplettiert.

Im folgenden Beitrag werden unterschiedliche Fehlerbilder wie Oberflächenfehler oder Nonkonformitäten im Gefüge von Aluminiumprodukten vorgestellt. Die Ergebnisse stammen aus dem industriellen Fertigungsprozess und geben damit einen Einblick über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs Aluminium.

Sprecher/Referent:
Dr. Theresia Greunz
AMAG rolling GmbH
Weitere Autoren/Referenten:
  • Dr. Reinhardt Rachlitz
    AMAG rolling GmbH
  • Ursula Kern
    AMAG rolling GmbH