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Oral-Poster-Präsentation

Elektrolytisches Ätzen mit Kaliummdisulfitlösung eine Alternative zu den Farbätzungen nach Beraha oder Lichtenegger & Blöch

Mittwoch (16.09.2020)
17:46 - 17:50 Uhr Metallographie

Martina Thies, Christina Stegmair, Birte Arata-Scholz, Nadine Walch, Herbert Bürgel MTU Aero Engines AG

 

Die Ätzrezepte nach Beraha, Lichtenegger & Blöch, Blöch & Wedl oder Klemm haben alle eines gemeinsam: Kaliumdisulfit. Neben Kaliumdisulfit enthalten die Ätzrezepturen Beraha I – III und Lichtenegger & Blöch I – II in unterschiedlichen Konzentrationen Ammoniumbi-fluorid. Aufgrund seiner gesundheitsgefährdenden Eigenschaften ist eine Substitution dieser Ätzverfahren in vielen Laboren angestrebt. Jedoch liefern sie auch bei den verschiedensten Werkstoffen wertvolle Informationen zum Gefüge, so dass sie trotz des Gefahrenpotential weiterhin Verwendung finden.

Laut Literatur erfolgt bei diesen Verfahren die Gefügekontrastierung durch die Bildung eines schwerlöslichen Sulfidfilmes auf der Schliffoberfläche, so dass für das Ergebnis all dieser Farbätzungen das enthaltene Kaliumdisulfit verantwortlich ist.

Es soll gezeigt werden, dass mit einer wässrigen Kaliumdisulfitlösung durch elektrolytisches Ätzen vergleichbare Ergebnisse zu den Tauchätzverfahren nach Beraha und Lichtenegger & Blöch erzielbar sind.

 

Sprecher/Referent:
Dr. Martina Thies
MTU Aero Engines AG
Weitere Autoren/Referenten:
  • Christina Stegmair
    MTU Aero Engines AG
  • Birte Arata-Scholz
    MTU Aero Engines AG
  • Nadine Walch
    MTU Aero Engines AG
  • Herbert Bürgel
    MTU Aero Engines AG