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Vortrag

Herausforderungen der mobilen Bildakquisition

Donnerstag (17.09.2020)
10:00 - 10:20 Uhr

Die Digitalisierung hält bereits seit einigen Jahren im Materialographielabor Einzug und erleichtert die immer höheren Anforderungen im Laboralltag. Eine einfache, ergonomische und mit Metadaten versehene Bildakquise spielt hierbei eine zentrale Schlüsselrolle.


Smartphones und Tablets finden zur Bildaufnahme im Arbeitsalltag aufgrund der guten Bildqualität und mobilen Einsatzfähigkeit immer größere Akzeptanz. Jedoch werden Sicherheitsrisiken dabei oft unterschätzt, die Arbeitseffizienz vernachlässigt und die Bilder sind nur müßig und aus IT technischer Sicht mit hohen Sicherheitsrisiken an den Arbeitsplatz zu transferieren.


Im Mittelpunkt dieses Vortrags wird die Integration mobiler Geräte in die bestehende Laborumgebung gestellt. Mögliche Workflows und die technischen Herausforderungen werden vorgestellt.

Besonderer Fokus wird auf einen geführten Arbeitsablauf unter Verwendung von Barcodes, aber auch der komfortablen Möglichkeiten einer manuellen Suche in der zentralen Bilddatenbank gelegt.

Eine anschließende Bildaufnahme und Erfassung der Daten inklusive Zusatzinformationen und Kommentare ist entweder über einen sicher abgeschirmten Offline-Container oder direkten Upload realisiert. Eine Übertragung auf das Zentralsystem über USB-Kabel oder externe Datenträger entfällt daher komplett.


Ein wichtiger Aspekt ist die Bildkalibrierung, um Größeneinschätzungen und Vermessungen am Bild durchzuführen. Mit Hilfe eines im Bildausschnitt befindlichen QR-Codes können Aufnahmen kalibriert werden. Der Kalibrierprozess wird durch eine visuelle Hilfe unterstützt, wodurch Genauigkeiten von 1-2% bei optimaler Umsetzung möglich sind.


Der Zugang zur zentralen Bilddatenbank durch die Mobile App inklusive Einsicht auf Bilder und relevante Metadaten wird ebenfalls illustriert. Ein umfangreiches Nutzermanagement erlaubt durch unterschiedliche Berechtigungslevel die Definition der gewünschten Zugriffsrechte einzelner Mobile App-Nutzer auf die Datenbank.


Zum Schluss soll auf das Thema Datensicherheit in der Architektur der App eingegangen werden. Mobil aufgenommene Bilddaten dürfen aus Sicherheitsgründen nicht im privaten Fotoalbum des mobilen Endgeräts gespeichert werden. Durch eine https-Übermittlung wird der Bild- und Metadatentransfer verschlüsselt in die gesicherte Bilddatenbank realisiert.


Eine MDM-Fähigkeit gewährleistet die einfache und zentrale Verteilung der App, die gerade bei großen Unternehmen unumgänglich ist.

 

Sprecher/Referent:
Dipl.-Ing. Adrian Schneebeli
IMAGIC Bildverarbeitung AG
Weitere Autoren/Referenten:
  • Gerhard Rauh
    IMAGIC Bildverarbeitung AG
  • Wolfgang Franzen
    IMAGIC Bildverarbeitung AG